Festspiel-Rückblick 2012


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Donnerstag, 7. Juni 2012

V29
19.30 Uhr, St. Andreaskirche in der Lutherstadt Eisleben
Salve Regina

Werke von A. Vivaldi, N. Fiorenza, L. Leo, G. B. Pergolesi und G.F. Händel

Musikalische Leitung: Antonio Florio
Roberta Invernizzi (Sopran)
I Turchini

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Nach Luther" innerhalb der Luther-Dekade



Das "Salve Regina" ist die marianische Antiphon, die im Stundengebet der katholischen Kirche in der Zeit im Jahreskreis entweder nach der Vesper oder nach der Komplet gesungen wird. Martin Luther lehnte für die Gottesdienstordnung der Wittenberger Schlosskirche die Vertonung dieses Textes ab. Nun erklingen mehrere Salve Regina-Vertonungen, darunter die von Georg Friedrich Händel, in der St. Andreaskirche, in der der Reformator seine vier letzten Predigten hielt und nach seinem Tod aufgebahrt wurde, bevor der Leichnam über Halle nach Wittenberg überführt wurde.
1987 gründete Antonio Florio das mittlerweile mehrfach preisgekrönte Ensemble I Turchini, das sich als eines der führenden Orchester der Alte-Musik-Szene Italiens etabliert hat. Die charismatische Sängerin Roberta Invernizzi begeistert seit Jahren ihr Publikum in ganz Europa, zuletzt bei den Händel-Festspielen 2011 im Konzert mit Café Zimmermann. Neben dem Midem Classical Award 2007 erhielt sie im selben Jahr für ihre Einspielung mit Händel-Kantaten den Stanley Prize für die beste Händel-Aufnahme des Jahres.











Roberta Invernizzi



I Turchini



Für die evangelischen Christen ist die St. Andreaskirche von großer Bedeutung. Hier hielt Martin Luther 1546 seine vier letzten Predigten und führte zwei evangelische Pfarrer in ihr Amt ein.
Am 19. Februar wurde in dieser Kirche der tote Reformator aufgebahrt, ehe der Leichnam über Halle in die Schloßkirche nach Wittenberg überführt wurde.