Festspiel-Rückblick 2011

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Sonntag, 12. Juni 2011 (Pfingssonntag)

V48
16.00 Uhr, Konzerthalle Ulrichskirche
Jephtha HWV 70
Oratorium von Georg Friedrich Händel

Musikalische Leitung: Bernhard Forck
Solisten:
Jeremy Ovenden (Tenor), Ulrike Schneider (Mezzosopran),
Chen Reiss (Sopran), Franco Fagioli (Alt),
Wolf Matthias Friedrich (Bass), Marie Friederike Schöder (Sopran)
Salzburger Bachchor
Händelfestspielorchester Halle

Erstaufführung nach der Hallischen Händel-Ausgabe


Ein kleines Geheimnis rankt sich um Händels letztes Oratorium: Als er 1751/52 Jephta vertonte, klagte er über eine beginnende Sehschwäche, die wenige Monate nach der Uraufführung des Oratoriums zur Blindheit führte. War es Zufall, dass er ausgerechnet bei der Komposition des Chores "How dark, o Lord, are Thy decrees! / All hid from mortal sight!" ("Wie dunkel, o Herr, sind deine Ratschlüsse! / Alles ist vor dem Auge des Sterblichen verborgen!") vermerkte, er sei an der Fortsetzung seiner Arbeit aufgrund seines Augenleidens gehindert worden?
Nicht zufällig, sondern gut geplant war die Erstaufführung von Jephtha nach der Hallischen Händel-Ausgabe. Mit dem Händelfestspielorchester unter ihrem viel gelobten Leiter Bernhard Forck, dem renommierten Salzburger Bachchor und einer Schar international gefeierter Gesangssolisten sowie jungen talentierten halleschen Kräften entstand eine erste Referenzaufführung der neuen Jephtha-Ausgabe.




Händel-festspielorchester Halle


Ulrichskirche Halle