Programm Händel-Festspiele 2015


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Mittwoch | 10. Juni 2015

V32
19.00 Uhr | Oper Halle
Arminio HWV 36 (Wiederaufnahme)

Oper von G.F. Händel

Musikalische Leitung: Bernhard Forck
Inszenierung, Bühne und Kostüme: Nigel Lowery
Videoprojektionen: Anke Tornow
Solisten: Benno Schachtner (Arminio), Melanie Hirsch (Tusnelda), Tomasz Raff (Segeste), Robert Sellier
(Varo), Jeffrey Kim (Sigismondo), Julia Böhme (Ramise), Ki-Hyun Park (Tullio), Bernd G. Albrecht (Ein Beobachter)
Händelfestspielorchester Halle

Eine Veranstaltung der Theater, Oper und Orchester GmbH Halle.
Koproduktion der Händel-Festspiele Halle 2014 mit der Oper Halle.



Georg Friedrich Händels selten gespielter ARMINIO entstand 1736/1737 gegen Ende seiner Opernlaufbahn, als der Bedarf der Engländer an italienische Oper stark nachließ. Wenige Monate nach der Uraufführung in London am 12. Januar 1737, der lediglich fünf Vorstellungen folgten, musste sowohl Händels Opernunternehmen als auch dessen Konkurrenz schließen. ARMINIO verschwand in der Versenkung und wurde nur vereinzelt aufgeführt. Dabei war es Händel mit seiner Musik gelungen, der Handlung um den später zum Deutschen Gründungsmythos stilisierten germanischen Cheruskerfürsten Arminius bzw. Hermann (16 v. Chr. – 21 n. Chr.) und die Varusschlacht gegen die Römer zwischen Rhein und Weser um 9 n. Chr. durch die Konzentration auf die zwischenmenschlichen Konflikte verfeindeter Familienteile psychologische Präzision und Emotionalität zu verleihen.

Arminio hat eine Schlacht gegen die Römer verloren. Seine Frau Tusnelda rät ihm, sich in Sicherheit zu bringen. Als der römische General Varo von Arminios Flucht erfährt, fühlt sich dieser um den Sieg betrogen. Stolz präsentiert ihm Tusneldas Vater Segeste, der sich auf die Seite der Römer geschlagen hatte, den verhassten Schwiegersohn Arminio als Gefangenen. Dieser bezichtigt Segeste des Verrats an dem germanischen Volk und der eigenen Tochter. Da Arminio sich lieber für sein Land opfern will, als es den Römern zu überlassen, beschließt Segeste, Arminio ermorden zu lassen. Segeste beginnt ein Intrigennetz zu spinnen, das seine Tochter und Arminio entzweien und den Frieden zwischen Germanen und Römern durch Arminios Hinrichtung sichern soll.

Der international gefragte britische Regisseur und Ausstatter Nigel Lowery greift in seiner poetischen und tiefgründigen Interpretation dieses historischen Heldenepos die Frage auf, für welche existenziellen Ideale ein zunächst besiegter Herrscher für das Wohl seines Volk und dessen Kultur erneut kämpferisch (diesmal siegreich) zum Widerstand aufruft. Aus gegebenem Anlass ein Muss für alle kritischen Zeitgenossen.
Am Dirigentenpult des Händelfestspielorchesters Halle steht dessen Künstlerischer Leiter Bernhard Forck.



KARTENPREISE
Kategorie 1: 50 €
Kategorie 2: 40 €
Kategorie 3: 25 €









Bernhard Forck



Szenenfoto Arminio



Szenenfoto Arminio



Oper Halle